DIE LINKE.
Anruf eines Neonazis - einfach anklicken!
Unter den Teilnehmern der Nazis am 5. September in Dortmund befanden sich noch weitere Glatzköpfe mit der Aufschrift "Bocholt" einfach hier die Fotogalerie der WAZ anklicken!
Am Wochenende (5. September 2009) haben sich in Dortmund mehr als 10.000 Bürger gegen einen Nazi-Aufmarsch gewehrt. Unter den braunen Dumpfbacken befanden sich auch mehrere Neonazis aus Bocholt. Auch wenn das Verbot am Vortage vom Bundesverfassungsgericht wieder aufgehoben wurde, so durften die Neonazis ihr braunes Gedankengut nur weit weg von der Innenstadt verbreiten, nämlich am Hafen, wo sie von der Öffentlichkeit abgeschirmt waren. Das ist ein kleiner Erfolg! Mehr Infos
Die Pressestelle der Polizei meldete am 30. April, dass Unbekannte in der Nacht zuvor an Tür und Schaufenster eines Supermarktes an der Hochfeldstraße in Bocholt mit gelber Farbe Hakenkreuze und SS-Runen sprühten.
Rainer Sauer, der in den letzten zwei Jahren selber immer wieder Angriffsziel rechtsradikaler Schlägerbanden war, ist der Sache nachgegangen und hat in Erfahrung gebracht, dass der oder die Täter die Nazi-Schmierereien nicht irgendwo begangen haben, sondern ganz gezielt an einem türkischen Supermarkt.
Rainer Sauer erklärt dazu: „Das ist ein ganz klarer Fall von Ausländerfeindlichkeit und ein Anschlag auf unsere türkischen Mitbürger. Auch dieser Fall zeigt erneut, dass es in Bocholt eine Neonazi-Szene gibt. Die Polizei ist aufgefordert, alles erdenkliche zu unternehmen, damit der oder die Täter gefasst und bestraft werden.“ Zudem fordert er an die Adresse der Stadtverwaltung, einen lokalen Aktionsplan gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.
Letzte Woche wurden Rainer Sauer und seine Ehefrau Bärbel von drei Neonazis im münsterländischen Bocholt überfallen. Danach erhielten sie eindeutige Morddrohungen.
In einer neuerlichen Botschaft übers Internet in der Nacht von Mittwoch auf Donnertag (19.03.09) heißt es „Rainer wir werden Dich am Wochenende töten“. Seit über einem Jahr wird der Essener ver.di Sekretär von Neonazis bedroht, der im Mai 2007 die Bürgerinitiative „No Nazis – Bocholt stellt sich quer!“ gründete und gegen einen Naziaufmarsch im September 2007 über 2.000 Menschen in der 73.000 Einwohnerstadt mobilisierte.
Rainer Sauer, der am Wochenende an einer Internationalen Anti-Rassismus-Konferenz von ver.di in Berlin teilnehmen wird, hat für dieses Wochenende Polizeischutz für seine Familie angefordert. In der Vergangenheit wurde Rainer Sauer immer wieder bedroht (Schüsse am Haus, Morddrohungen im Internet und über den Postweg, Drohanrufe und Nazischmierereien am Haus und an der Garage...).
Hinweis: Die Gästebucheinträge auf der Seite www.bocholt-stellt-sich-quer.de vom 18.03. u. 19.03.09 und unter www.no-nazis-bocholt.de sind dort eventuell noch vorhanden.
Der Bocholter Rainer Sauer, Gründer und Mitglied der Bürgerinitiative „No Nazis – Bocholt stellt sich quer", und seine Ehefrau Bärbel Sauer wurden am Mittwochabend (11. März) um kurz nach 23 Uhr von drei Neonazis an der Uhlandstraße Ecke Hochfeldstraße angegriffen.
Beide waren mit ihrem PKW in Fahrtrichtung Rhede auf dem Weg nach Hause. In Höhe des Parkplatzes am Aasee standen drei Männer auf der Gegenfahrbahn. Nachdem die Angreifer Sauers Fahrzeug erkannt haben, rannten sie hinter dem Fahrzeug her und versuchten es einzuholen. An der Ampelanlage Uhlandstraße Ecke Hochfeldstraße, die rot zeigte, versuchten sie das Ehepaar durch Gewaltandrohung und vermutlich mit Pfefferspray oder Elektroschocker und Fußtritten gegen das Fahrzeug gewaltsam an der Weiterfahrt zu hindern. Die Türen am Fahrzeug waren verriegelt. Die Täter konnten entkommen. Beide stellten gegenüber der herbeigerufenen Polizei Strafantrag.
Rainer Sauer und seine Familie waren in den letzten zwei Jahren, zuletzt im Dezember letzten Jahres, immer wieder Ziel rechtsradikaler Übergriffe.
Von Rainer Sauer
Nach zwei Prozesstagen hat das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Bocholt am Freitag, 6. Februar, vier Neonazis wegen vorsätzlicher Köperverletzung zu Geldstrafen verurteilt. Darunter auch den Kreisvorsitzenden der neofaschistischen NPD, den Hamminkelner Sascha Maier*. Er wurde zu einer Geldstrafe von 900.00 Euro verurteilt.
Der Grund: Im vergangenem Jahr hatte die NPD in der Bocholter Innenstadt beim Kaufhaus Hertie einen Infostand aufgestellt, um ihr braunes Propagandamaterial zu verteilen. Es sollen Eier vom Dach geflogen sein. Daraufhin stürmten alle vier Neonazis zum Parkdeck des Kaufhauses. Dort trafen sie auf drei Personen, die sie gewaltsam festhielten. Einen davon zog der NPD-Funktionär Sascha Maier eine Jacke über den Kopf und schlug auf ihn ein. Es kam zu tumultartigen Auseinadersetzungen. Auch einen Bocholter Pressefotografen drohte einer von ihnen damit, ihn vom zweiten Stock des Parkdecks zu werfen. Nach Darstellung der drei Neonazigegner wollten sie oben vom Parkdeck aus Anti-NPD-Flyer werfen. Zuvor hatten die drei Neonazigegner an einer Gegenaktion der Bürgerinitiative „No Nazis-Bocholt stellt sich quer“ teilgenommen.
Neben interessierten Besuchern befand sich im Gerichtssaal 112 auch verstärkt Polizeipräsents. Kein Wunder. Denn drei der vier Angeklagten hatten bereits eine Menge auf dem Kerbholz. Vor der Urteilsverkündung verlass der Richter ein riesenlanges Vorstrafenregister: Brandstiftung, Verbreitung verfassungsfeindlicher Symbole, Verstoß gegen das Waffengesetz, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung, Diebstahl, Hehlerei... Nach Darstellung des Richters wurde aber auch Sascha Maier beim versuchten Diebstahl und noch im letzten Jahr beim fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt. Der Prozess hat gezeigt, in Bocholt und Umgebung gibt es eine rechte Szene. Und das sich unter ihnen Kriminelle befinden, die vor nichts zurückschrecken - aber auch vor gar nichts.
Etwa zwei Wochen vor dem Prozess war es einem Mitglied der Bürgerinitiative „No Nazis – Bocholt stellt sich quer“, im Kampf gegen Rechts gelungen, die Homepage www.bocholter-kameraden.de, deren Betreiber ebenso ein in Bocholt wohnender Neonazi ist, durch Behörden sperren zu lassen, nachdem er zuvor gegen ihn Anzeige wegen volksverhetzender Inhalte erstattet hatte.
* Quelle: Bocholter Borkener Volksblatt vom 07.02.09
Rainer Sauer, Ver.di-Sekretär und früherer Kreissprecher der Linken im nordrhein-westfälischen Bocholt, wird seit mehr als einem Jahr regelmäßig von Neonazis bedroht. Als er vom Attentat auf den Passauer Polizeipräsidenten erfuhr, war sein erster Gedanke: "Das hätte mir auch passieren können", berichtet er SPIEGEL ONLINE.
Sauer ist Mitbegründer der Bürgerinitiative "No Nazis - Bocholt stellt sich quer". Beim Vereinstreffen in einer Gaststätte - die Mitglieder wollten eine Kundgebung gegen einen NPD-Infostand organisieren - lauerte plötzlich ein Trupp Neonazis vor der Tür. Das war im Mai 2007. Dann begannen gezielte Angriffe gegen Sauer und seine Familie. Es fing an mit rohen Eiern an der Hauswand und Küchenschaben im Briefkasten.
Im November umzingelten Rechtsextreme das Auto des Gewerkschafters, wenige Wochen später umkreiste ein Autokorso, aus dem Neonazi-Musik tönte, sein Wohnhaus.
Die Einschüchterungsversuche wurden immer eindeutiger - und aggressiver. Anfang Juni 2008 wurden vor Sauers Grundstück mehrere Schüsse abgefeuert. Die Polizei fand mehrere Patronenhülsen. Ein paar Tage später beschmierten Unbekannte sein Garagentor mit einer SS-Rune, Mitte Juli empfing Sauer einen Drohbrief der Neonazi-Organisation "Sturmbrigade 35". "Wir werden euch ausrotten", hieß es darin.
Zeitgleich installierten Rechtsextreme ein Drohvideo auf der Plattform "YouTube". Unterlegt mit Nazi-Musik wurde zunächst Sauers Konterfei, anschließend ein Maschinengewehr eingeblendet.
Spiegel Online berichtete in der Ausgabe am Montag (15. Dezember) im Zusammenhang mit dem feigen Mordanschlag auf den Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl über diesen und drei weitere Fälle, in denen Neonazis Jagd auf ihre Kritiker machen. Einfach anklicken und lesen!
Nach einem Bericht der Polizei waren in der Nacht zum Sonntag (07. Dezember) zwei Männer aus Bocholt im Alter von 20 und 26 Jahren zu Fuß auf dem Gehweg der Osterstraße unterwegs. Als ihnen gegen 04.40 Uhr ein Streifenwagen entgegenkam, hoben die beiden Männer den Arm zum "Hitlergruß". Der 26-Jährige sagte zudem "Heil Hitler". Die Polizisten hielten sofort an und stellten die Personalien der beiden alkoholisierten Männer fest. Ein Strafverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde eingeleitet.

Mehrere tausend Nazi-Gegner beteiligten sich an einer Gegendemo gegen die rechtsextremistische NPD, die am Wochenende (25. Oktober) in Bochum vergeblich ihre braune Propaganda verbreiten wollte. Denn die ewig Gestrigen wurden vor der Öffentlichkeit durch die Polizei so abgeschirmt, dass sie weder zu hören noch zu sehen waren. Allerdings behinderte die Polizei auch die Gegendemonstanten durch unnötige Absperrungen.
Nach der Kundgebung des Bochumer Bündnisses, die unter dem Motto stand „Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht.“, zogen zahlreiche Demo-Teilnehmer, darunter auch Vertreter der Linken aus dem Kreisverband Borken, in Richtung Schauspielhaus, um sich dort den Nazis entgegenzustellen.
Der Direktor des Schauspielhauses meldete auf dem Platz vor dem Schauspielhaus eine Spontan-Kundgebung an. Aus dem Schauspielhaus ertönte aus einen Lautsprecher immer wieder eine Stimme, die den Bochumer Aufruf gegen den Nazi-Aufmarsch so laut verkündete, dass die Zwischenkundgebung der Nazis empfindlich gestört wurde. Dazu gibt es auf dieser Homepage einen Videofilm!
Mehr Video-Beiträge - einfach anklicken!
Über 200 Gewerkschafter und Antifaschisten kamen gestern (19. Juli) im Essener Jugendzentrum an der Papestraße zusammen, um ihre Solidarität mit Rainer Sauer zu bekunden.
Nach den Schilderungen von Rainer Sauer, der seit einem Dreivierteljahr in seiner Heimatstadt Bocholt dem Naziterror ausgesetzt ist, kann man sich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass Politik und Polizei diesen braunen Sumpf zum Naturschutzgebiet erklärt haben.
Die Essener Polizei ist da ganz anders. Sie hat die gestrige Solidaritätsveranstaltung schon im Vorfeld begleitet und gezeigt, dass Neonazis in Essen kein Raum für Gewaltakte gelassen wird.
In den Diskussionsbeiträgen der Teilnehmer war das blanke Entsetzen zu erkennen, als sie hörten, welche Freiräume Neonazis in Deutschland mittlerweile wieder erhalten, um verfassungstreue Bürger zu schikanieren, ernsthaft zu bedrohen oder in brutalster Weise zu misshandeln. Die offensichtliche Untätigkeit der Kreispolizeibehörde Borken und der Stadtverwaltung, inklusive des Bürgermeisters, muss ein Ende finden.
In einer Resolution forderten die Teilnehmer der Veranstaltung politische Konsequenzen von den Verantwortlichen. Es mag im ersten Moment etwas kühn klingen, wenn der Rücktritt von Innerminister Ingo Wolff gefordert wird, aber solange selbst die höchsten Verantwortlichen diesen Naziterror dulden, können die Bürger in diesem Land nicht ruhig schlafen.
ver.di- Landesleiterin Gabriele Schmidt machte deutlich, dass Faschisten sich schon immer als Feinde der Gewerkschaften und Feinde der Demokratie gezeigt hätten. Ver.di und die anderen DGB-Gewerkschaften halten ein Verbot der NPD nach wie vor für dringend geboten.
Auch Manfred Wirsch, als Vorsitzender von ver.di Essen, sagte Rainer Sauer in jeder Hinsicht seine Unterstützung zu. Dieser gleichgültige und verharmlosende Umgang mit solchen Staatsfeinden muss ein Ende haben. Man kann nicht einem türkischen Mitbürger in Brandenburg die Feuerversicherung für eine Dönerbude verwehren, weil das Risiko zu groß ist, dass sie von Neonazis angezündet wird. Er fragte: „Was muss noch passieren, bis die Politik massiv gegen diesen rechten Terror vorgeht?“
Keinen Fußbreit den Faschisten, da waren sich alle Teilnehmer der Solidaritätsveranstaltung einig.
Resolution - einfach anklicken!
Quelle: Pressemitteilung des ver.di Bezirks Essen vom 20.06.08
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Quelle: http://www.no-nazis-bocholt.de/nc/aktuelles/aktuell/